15. Dezember 2018 - Keine Kommentare!

Beef Bar auf dem Prüfstein

Beef Bar auf dem Prüfstein
Rainer Juriatti

Nahezu zwei Jahre ist es her, dass wir in der Beef Bar am Hauptplatz in Frohnleiten zu Gast waren, damals spontan, ungeplant, an einem kalten Tag im Februar. Die Bar von Johann Sorian überraschte uns damals mit seinem ungewöhnlichen Interieur, dem freundlichen Personal, den traumhaften Fleischzubereitungen. Heute sind wir wieder hingefahren. Dieses Mal mit Tischreservierung. Und entdeckten: Man muss ein zweites Mal zu Gast sein, um einer dauerhaft zuverlässigen Beurteilung gerecht zu werden.

Weiter Spannung aufzubauen ist unmöglich, es muss sofort in einem einzigen Wort notiert werden: Grandios. Die zwei Jahre Distanz zu unserem letzten Besuch haben auf eindrückliche Weise gezeigt, dass 2017 nicht nur der Geist des Neuartigen wehte. Die junge Dame, die uns bediente, begegnete uns hyperfreundlich und zuvorkommend, die Küche – die ausschließlich vom offenen Feuer kommt – war grandios, das Interieur faszinierend wie damals.

Am Herd stehenMike Strecker und Tobias Schwarz, zwei junge Köche, die mit Feuer umzugehen wissen. Wir testeten ein Rib Eye, ein Rindsfilet und besonders einige Kompositionen auf Basis des Salt Beef aus dem Green Egg.

Unser Gesamturteil: Sämtliches fein abgeschmeckt, wunderbare Dips (um 1,00 Euro, wie das geht, fragt man sich!), exzellente Potato Wedges (2,90 Euro). – Bereits der englische Senf bei unserer Vorspeise überzeugte uns erneut, dass hier mit besten Produkten gearbeitet wird.

Erneut überrascht

Und ebenso wie beim ersten Besuch wartete Besitzer Johann Sorian mit einer Überraschung auf: Die Beef Bar hat ihr Angebot ungewöhnlich ausgeweitet. Das Team bietet inzwischen als „Sardinen Bar“ Essen in Dosen an. Ein riesiges Regal neben der offenen Küche, bei der man Strecker&Schwarz beim Kochen am Feuer zusehen kann, offeriert feinste Produkte – Sardinen und Makrelen – in kunstvollen Dosen.

Johann Sorian erklärt, man wolle damit dem kleinen Hunger, sei es zu Mittag oder am Abend, entgegen kommen und serviert die Dosen beispielsweise mit Brot vom Feuer und einem Glas Wein. Neben dem sofortigen Konsum im Lokal können die Produkte aus Spanien und Frankreich (und bald auch Portugal) als Geschenk gekauft werden. Und auch dazu hat Sorian sich etwas einfallen lassen: die Dosen werden auf Wunsch mit kunstvollen Verpackungen ummantelt.

Nun endgültig

Es ist und bleibt gewiss, was ich bereits 2017 schrieb: „Frohnleiten. Als fahre man nach Berlin“. Da wir inzwischen auch New York besucht haben, möchte ich ausweiten: Die Beef Bar mit Johann Sorian als Gestalter und Lenker, mit Tobias Schwarz und Mike Strecker am Herd, das wäre auch dort denkbar.

Hier geht’s zur Beef-Bar (leider ohne die Steaks auf der online-Karte).
Hier geht’s zur Entdeckung im Souterrain von Februar 2017.

 

Veröffentlicht von: Rainer Juriatti in Kulinarik

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