25. Mai 2019 - Keine Kommentare!

fridays for future, of freedom, against fear

fridays for future, of freedom, against fear
Rainer Juriatti

Skolstrejk för klimatet. Schulstreik für das Klima, heißt es auf einem T-Shirt. Der Träger, kein Schüler. Eine Solidaritätsbekundung eines Erwachsenen, einem Lehrer vielleicht. Deutlicher eine Frau: Lehrer für die Zukunft. Teachers for future. Mit einem Smiley. Auch die Lehrerin lächelt. Einige andere Erwachsene entdecke ich unter den Tausenden. Die Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau beispielsweise. Eine naheliegende Solidarische. Und gestern auch ich. Es war Zeit, den Jugendlichen zu zeigen: Auch ein Mann mit Falten hat Angst.

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20. April 2019 - Keine Kommentare!

Meine Kirchenspaltung

Meine Kirchenspaltung
Rainer Juriatti

Auf dieses Wochenende hin waren die Blätter wieder voll: Keine Tages- oder Wochenzeitung, die etwas auf sich hält, lässt Ostern aus. Zeitgleich brachten sie im Radio eine Umfrage, was Ostern sei. Kaum jemand wusste es.

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6. April 2019 - Keine Kommentare!

Integrierte Identitäre

Integrierte Identitäre
Rainer Juriatti

Ein kleines Blitzlicht zum Frühstück: Mittwoch dieser Woche. Die ÖVP fordert eine „Abgrenzung“ aller Politiker von den Identitären. Donnerstag. Unser ÖVP Bürgermeister in Graz steht brav neben FPÖ Vizebürgermeister Eustacchio, der sagt, es gebe keinen Grund, sich zu distanzieren. Ende des Blitzlichts: Dieser kleine Moment der Weltgeschichte reicht aus, um zu zeigen, dass wir hier zerredet, verwirrt und möglichst meinungslos gemacht werden sollen. Ich soll möglichst nicht wissen, wer was wann gesagt, nicht gesagt und schließlich, wer recht hat. Doch die Sache ist mehr als einfach.

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23. Februar 2019 - Keine Kommentare!

Die Präpotenz des Wanderers

Die Präpotenz des Wanderers
Rainer Juriatti

Täglich verbringen tausende Rinder ihren Tag auf einer der Autobahnen in Europa. Sie werden von A nach B gekarrt, um geschlachtet und von uns gegessen zu werden. Studien belegen, dass jährlich auch tausende trächtige Kühe transportiert und geschlachtet werden. Dazu bestehen sogar eigene Vorschriften, wie dies zu bewerkstelligen sei.

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23. Februar 2019 - Keine Kommentare!

Die Wacht der Vegetarierin

Die Wacht der Vegetarierin
Rainer Juriatti

Ein halbes Jahr nun war sie nicht da. Ein langes halbes Jahr, so habe ich es empfunden. Chiara Juriatti ist aus Belgien zurückgekehrt. Natürlich wollten wir für unsere Tochter kochen, etwas Besonderes sollte es sein. Etwas, das sie auch annehmen kann. Chiara lebt weitreichend vegetarisch und “maximalumweltbewusst”..

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16. Dezember 2018 - Keine Kommentare!

Wir Steirer

Wir Steirer
Rainer Juriatti

Vor wenigen Tagen flatterte sie erneut in unser Haus, die Qualitätszeitung der Freiheitlichen Partei Steiermark namens “Wir Steirer”. Ich würde gerne schreiben, ich hätte mich in Vorfreude auf geistige Tiefflüge darin vertieft. Nein, dem ist nicht so, denn sofort wurde mir klar, dass die redaktionellen Glanzleistungen sehr bewusst zu dieser Zeit versandt werden: in den Tagen vor einem unserer wichtigsten christlichen Feiertage.

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15. Dezember 2018 - Keine Kommentare!

Beef Bar auf dem Prüfstein

Beef Bar auf dem Prüfstein
Rainer Juriatti

Nahezu zwei Jahre ist es her, dass wir in der Beef Bar am Hauptplatz in Frohnleiten zu Gast waren, damals spontan, ungeplant, an einem kalten Tag im Februar. Die Bar von Johann Sorian überraschte uns damals mit seinem ungewöhnlichen Interieur, dem freundlichen Personal, den traumhaften Fleischzubereitungen. Heute sind wir wieder hingefahren. Dieses Mal mit Tischreservierung. Und entdeckten: Man muss ein zweites Mal zu Gast sein, um einer dauerhaft zuverlässigen Beurteilung gerecht zu werden.

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12. Dezember 2018 - 1 Kommentar.

Achtung, Afghane!

Achtung, Afghane!
Lesung aus Anlass des Internationalen Tages der Menschenrechte 2018
verfasst auf Einladung der Antidiskriminierungsstelle Steiermark
ungekürzte Originalfassung
Rainer Juriatti

„Ich bin deutscher Reichsbürger und Germane bis ins Blut.
Meine Ehre und Treue zu unserem Vaterland soll ewig leben.
88, Schwarz-Weiß-Rot, bis in den Tod.“

An diesem – auf einer online-Plattform veröffentlichten – Dreizeiler musste ich arbeiten. Um ihn in eine einigermaßen verständliche Form zu bringen: Grammatik erbärmlich, Syntax katastrophal, Aussage: vernichtend.

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5. August 2018 - 4 Kommentare

Willkommen im Analogen

Willkommen im Analogen
Rainer Juriatti

Es ist schlichtweg nichts Neues. Geräte wie der Laptop und das I-Phone haben mich fest im Griff. In zweierlei Hinsicht geht es seit einigen Monaten jedoch zu weit: Zum einen gilt 24/7, will heißen, jedermann ruft mich jederzeit an, schreibt mir nachts um 3 Uhr Mails, die am Morgen von mir bearbeitet werden sollen, und melde ich mich ein Mal sechs Stunden nicht, werde ich gefragt, wo ich war. Zum anderen erdreisten sich Menschen auf Facebook permanent, Drohungen auszusprechen, sofern man in Kommentaren ausdrückt, nicht ihrer politischen Meinung zu sein. Wozu eigentlich? habe ich mich lange schon gefragt. Oder anders ausgedrückt: Plötzlich wurde es mir zu viel, ich mochte nicht mehr. Und da Viktor Frankl sagt, man solle drei Tage schweigen, um (wieder) zu wissen, worauf es wirklich ankomme, folgte ich seinem Rat.

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