6. März 2022 - Keine Kommentare!

Warum die Leut’ Idioten sind

Warum die Leut' Idioten sind
von Rainer Juriatti

Gegen eines wollte ich mich stets verwehren: Unabhängig aller Nachrichten aus den uns beliefernden Kanälen, unabhängig zunehmender, bitterer Lebenserfahrungen, auch unabhängig aller persönlicher Rückschläge, unabhängig der vielen Niederlagen meines Lebens wollte ich niemals, wollte ich in meiner Alterskurve keinesfalls eines werden: verbittert & einsam. Es ist mir nicht gelungen.

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5. März 2022 - Keine Kommentare!

Sterben, aber wie?

Sterben, aber wie?
von Rainer Juriatti

Es war mir real, so gänzlich ungeschminkt grausam, brutal und Albträume verursachend bis gestern nicht möglich, überhaupt in Erwägung zu ziehen, jemanden zu töten. Es ist das grässlichste, das der Mensch einem anderen Menschen antun kann. Bis gestern dachte ich in dieser und keiner anderen Weise.

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28. Februar 2022 - Keine Kommentare!

Pennende Politiker?

Pennende Politiker?
von Rainer Juriatti

Als im November 2006, also vor 16 Jahren, der Putin-Kritiker Alexander Walterowitsch Litwinenko in London mit radioaktivem Polonium verseucht und folglich grausam umgebracht wurde, da fragten sich viele Menschen, wie weit der KGBler und inzwischen Russenpräsident Putin noch gehen würde, um unliebsame Überläufer loszuwerden.

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27. Januar 2022 - Keine Kommentare!

Du nicht!

Du nicht!
von Rainer Juriatti

Ein paar Worte als Verleger. Gestern hat ein alter Mann bei  Andrea Wecke aufgrund eines Bildes, das ihre druckfrischen Bücher zeigt, gepostet, er wolle wissen, was sie so schreibe. Als unsere Autorin nicht antwortete, meinte er, sie sei kompliziert, jetzt müsse er sich die Mühe machen, woanders nachzusehen. Als ich mich dann auch noch einmischte und lächelnd meinte, er solle doch einfach ihr Buch kaufen, bot er mir eines seiner Werke zum Austausch an und fragte bei Andrea Wecke nach, ob ich immer so „agro“ sei.

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20. Januar 2022 - 2 Kommentare

Als wir lange noch keine Masken trugen

Als wir lange noch keine Masken trugen
von Rainer Juriatti

Die Erinnerung ist stark und durchbricht seit einigen Wochen immer wieder meinen Alltag: Gemeinsam mit meinen Brüdern sitze ich im Schlammsand, kleine Wellen umspülen unsere Knie. Wir greifen in den Meeresstrand und lassen den Matsch durch die geschlossene Faust tröpfeln. So entstehen kleine Bäume.
Inzwischen sind wir alle mutiert. Wir, die Monster. Wir, die dunklen Gestalten.

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8. November 2021 - 2 Kommentare

Ab sofort keine Bücher mehr!

Ab sofort keine Bücher mehr!
von Rainer Juriatti

Unser Verlag zieht sich ab sofort aus dem Buchgeschäft zurück: Ja, ich bin ein Witzbold, den niemand witzig findet. Ich finde Vieles auch nicht witzig. Zum Beispiel die absurdistanische Nationalbibliothek in Wien und auch die Steiermärkische Landesbibliothek. Beide nämlich zwingen mich dazu, mich aus Gründen der Ungleichbehandlung aus dem Buchgeschäft zurückzuziehen.

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8. Oktober 2021 - Keine Kommentare!

Erklär mir, was normal ist

Erklär mir, was normal ist
von Rainer Juriatti

In unserem Garten steht ein Schild. „Konstant nur ist Veränderung“. Ich habe mir die Tafel gestaltet, um mich jeden Tag daran zu erinnern, dass nichts im Leben fix ist. Inzwischen frage ich mich immer wieder: Was eigentlich meinen die Menschen, wenn sie davon sprechen, die Pandemie habe ihre Normalität geraubt? Ist „Normalität“ ein Konstrukt, das sich nicht verändert? Darf nur ein Garten sich ständig verändern?  weiterlesen..

27. September 2021 - Keine Kommentare!

Kommunismus statt Katholizismus

Kommunismus statt Katholizismus
von Rainer Juriatti

Gott liebt dich nicht mehr, belegt der Generalvikar. Noch läuten die Glocken in Graz, dennoch sind wir seit gestern, Sonntag (Tag des Herrn), 26. September, mehrheitlich kommunistisch (Tag der Frau Elke Kahr) geworden. Die katholische Welt ohne mich ist ja eh nicht mehr lebenswert. Schlussvorhang eines Dramas.  weiterlesen..

22. September 2021 - Keine Kommentare!

Besuch im stillen Haus

Besuch im stillen Haus
von Rainer Juriatti

Unlängst waren wir zu Besuch bei unseren Freunden, die sich ein „stilles Haus“ inmitten eines Niemandslandes gekauft haben. Still ist es dort, ja. Kein W-Lan, kein Telefonempfang. Kein elektrischer Herd, gekocht wird auf Feuer. Das Wasser für die Frühstückseier bereiten wir uns rasch auf einem Campingkocher zu. Und dort, in dieser Stille, bei diesen lieben Menschen, da fiel es mir wieder auf.
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