Spaghettifresser, Essay

 

Migration, Aus- und Einwanderung war, ist und wird immer eines der zentralen Themen unserer europäischen Gesellschaften sein. In seinem neuen Titel erzählt der Vorarlberger Autor R. Juriatti (vgl. die Romane "Die gedehnte Zeit", ID-A 48/10 und "Lachdiebe", ID-B 45/12) von Menschen, die ihre Heimat verlassen (mussten), um in einem fremden Land eine neue Existenz und ein besseres Leben zu finden. Es ist eine sehr persönlich gehaltene Abhandlung, wo Juriatti zugleich seinen eigenen Wurzeln nachgeht, wanderte sein Großvater doch einst aus dem Trentin nach Österreich ein. Juriatti berichtet von Flüchtlingen und Zuwanderern im Dschungel von Bürokratie, Akzeptanz und Duldung. Nur wenige kommen wirklich in der österreichischen Gesellschaft an. Die qualitativ hochwertigen Bände aus der Reihe "Limbus Essay" (thematisch zu diesem Band passt der Titel "Ani. Essay eines Lebens", hrsg. von S. Preglau, 2013, hier nicht besprochen) geben Autoren ein Forum, eigene Gedanken zu grundsätzlichen Themen zu entwickeln und die Leser zum Nachdenken anzuregen. Genau das tut Juriatti mit seinem berührenden, eingängigen Text. (Dagmar Härter)

Spaghettifresser oder: Migranten im Gehege der Duldung: Essay
Rainer Juriatti. - Innsbruck : Limbus-Verlag, 2014. - 98 S. ; 20 cm. - (Limbus Essay)
ISBN 978-3-99039-010-8 fest geb.: EUR 10.00