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16. Dezember 2018 - Keine Kommentare!

Wir Steirer

Wir Steirer
Rainer Juriatti

Vor wenigen Tagen flatterte sie erneut in unser Haus, die Qualitätszeitung der Freiheitlichen Partei Steiermark namens “Wir Steirer”. Ich würde gerne schreiben, ich hätte mich in Vorfreude auf geistige Tiefflüge darin vertieft. Nein, dem ist nicht so, denn sofort wurde mir klar, dass die redaktionellen Glanzleistungen sehr bewusst zu dieser Zeit versandt werden: in den Tagen vor einem unserer wichtigsten christlichen Feiertage.

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12. Dezember 2018 - 1 Kommentar.

Achtung, Afghane!

Achtung, Afghane!
Lesung aus Anlass des Internationalen Tages der Menschenrechte 2018
verfasst auf Einladung der Antidiskriminierungsstelle Steiermark
ungekürzte Originalfassung
Rainer Juriatti

„Ich bin deutscher Reichsbürger und Germane bis ins Blut.
Meine Ehre und Treue zu unserem Vaterland soll ewig leben.
88, Schwarz-Weiß-Rot, bis in den Tod.“

An diesem – auf einer online-Plattform veröffentlichten – Dreizeiler musste ich arbeiten. Um ihn in eine einigermaßen verständliche Form zu bringen: Grammatik erbärmlich, Syntax katastrophal, Aussage: vernichtend.

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3. Dezember 2018 - Keine Kommentare!

Die Abwesenheit des Glücks live

Die Abwesenheit des Glücks live

Rainer Juriatti

Der Herbst 2018 wurde geprägt von Lesungen in Österreich, sowohl als Trio wie auch im Duo waren wir - ein kleines Ensemble - sowohl in der Steiermark, in Wien als auch in Vorarlberg zu Gast. Bei unserem Auftritt im Theater Lechthaler-Belic in Graz wurden wir gefilmt und wollen einen winzigen Ausschnitt davon hier zeigen 

Im kommenden Jahr sind weitere Auftritte geplant. Die Orte und medialen Auftritte finden Sie zeitgerecht auf unserer Seite Termine.

8. Oktober 2018 - Keine Kommentare!

Rezensionen aus Deutschland

Rezensionen aus Deutschland
Männermagazin aus Hamburg und ekz Bibliothekservice Reutlingen:

Erstaunlich. Die ersten Rezensionen erscheinen seit geraumer Zeit immer in Deutschland. Da gibt es dieses eine Männermagazin in Hamburg. Und natürlich den Bibliothekservice. Sie widmen sich rasch – auch – österreichischen Neuerscheinungen:

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5. August 2018 - 4 Kommentare

Willkommen im Analogen

Willkommen im Analogen
Rainer Juriatti

Es ist schlichtweg nichts Neues. Geräte wie der Laptop und das I-Phone haben mich fest im Griff. In zweierlei Hinsicht geht es seit einigen Monaten jedoch zu weit: Zum einen gilt 24/7, will heißen, jedermann ruft mich jederzeit an, schreibt mir nachts um 3 Uhr Mails, die am Morgen von mir bearbeitet werden sollen, und melde ich mich ein Mal sechs Stunden nicht, werde ich gefragt, wo ich war. Zum anderen erdreisten sich Menschen auf Facebook permanent, Drohungen auszusprechen, sofern man in Kommentaren ausdrückt, nicht ihrer politischen Meinung zu sein. Wozu eigentlich? habe ich mich lange schon gefragt. Oder anders ausgedrückt: Plötzlich wurde es mir zu viel, ich mochte nicht mehr. Und da Viktor Frankl sagt, man solle drei Tage schweigen, um (wieder) zu wissen, worauf es wirklich ankomme, folgte ich seinem Rat.

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2. Juli 2018 - Keine Kommentare!

Die Sonne scheint,trotzdem

Die Sonne scheint, trotzdem
von Chefredakteurin Dr. Daniela Müller, "Die Steirerin"

In "Die Steirerin" war im Juni 2018 auf den Seiten 20-21 eine Reportage zu lesen, verfasst von Chefredakteurin Dr. Daniela Müller. Die Chefredakteurin des Monatsmagazins nahm sich sehr viel Zeit, um Vera und mich im Atelier zu besuchen und ein ausführliches Interview zu machen, das sich nach und nach zu einem tief gehenden, schönen Gespräch entwickelte. Das Ergebnis daraus liest sich wie folgt:

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13. Juni 2018 - Keine Kommentare!

Die Verdichtung des Woher

Die Verdichtung des Woher
Rainer Juriatti

Alles ist umgebaut, alles ist neu. Die Schnellstraße taucht ein in einen kurvigen Tunnel, schießt auf einen hell erleuchteten unterirdischen Kreisverkehr zu, schwingt nach rechts einen Hügel hoch und spuckt dich in der Stadt aus. In Algund, einem Randbezirk Merans. Zwei Kurven weiter: Backflash.

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11. Juni 2018 - Keine Kommentare!

Vatertag

Vatertag
Rainer Juriatti

Gestern hörte ich nichts davon: Vatertag. Kein "Alles Gute". Keine SMS. Keine WhatsApp. Schon gar nicht Facebookeinträge. Nur Berge. Den Wind im Gesicht. Herrlich. In der wohltuenden Entziehung aller Einflüsse fiel mir ein alter Tagebucheintrag ein. Abends dann habe ich in meinen Notizbüchern geblättert und fand das Datum 27. April 1993.

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8. Juni 2018 - 2 Kommentare

Dem Sterbetag eine Markierung schenken

Dem Sterbetag eine Markierung schenken
Rainer Juriatti

Wir fahren nach Mürzzuschlag. Dort soll ein Gedenkstein eingeweiht werden. Gestern noch erreichte uns die Einladungswiederholung. Da war die Fahrt längst geplant. Weil wir so etwas noch nie erleben durften. Bei uns gab es keine Gedenksteine. Bei uns gab es kein Grab, „kein-gar-nichts“, wie es heißt. Dann: Ein Moment der Rührung, ganz unerwartet.

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